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Samstag, 22. November

Kirchen und Religionen im öffentlichen Raum

Samstag vormittag


9.00 Rückblick auf die Beiträge vom Freitag
        Bernard Lecomte, Journalist und Schriftsteller

9.30 Individuum, Gemeinschaft, Gesellschaft

Jean-Paul WillaimeJean-Paul Willaime, Soziologe, Leiter der Arbeitsgruppe Religionssoziologie und des Europäischen Instituts für Religionswissenschaften

Wenn die Religionen Faktoren der Spaltung sein können, dann muss man auch nach den Widersprüchen fragen, die unseren Gesellschaften zu schaffen machen. Wenn in ihnen die Förderung des einsamen und autonomen Individuums vorherrschend ist, können sie sich dann noch für Solidarität und sozialen Zusammenhalt stark machen? Gewiss, der Kommunitarismus trennt. Darf man deshalb die Gemeinschaften, die zugleich Sinn und Werte für das Zusammenleben liefern, systematisch mit ihm in einen Topf werfen? Ist der Dualismus öffentliche Sphäre - private Sphäre zutreffend? Welchen Platz sind unsere Gesellschaften bereit den Glaubensgemeinschaften zuzugestehen, in denen man lernt, sich auf den Anderen hin zu öffnen, wer er auch sei.

10.15 Debatte

10.30 Pause

11.00 Der Universalismus auf dem Prüfstand des Pluralismus

Enzo BianchiMit Enzo Bianchi, Theologe, Prior der Gemeinschaft von Bose (Italien)

Werden die Gesellschaften durch die Frage nach dem Sinn auf die Probe gestellt, so die Religionen durch den Anspruch des Universalismus, wobei es ihr Auftrag ist, diesen in einem Kontext zum Ausdruck zu bringen, in dem der Pluralismus die Frucht eines vertieften Verständnisses der Demokratie darstellt. Kann man Universalismus und Toleranz in Einklang bringen, und wenn ja wie? Welche Bedeutung hat derAgnès von Kirchbach ökumenische, interreligiöse und interkulturelle Dialog für die Partner, die sich darin ernsthaft engagieren? Worin besteht die Frucht eines solchen Dialogs für die Gesellschaft im Ganzen?

und Agnès von Kirchbach, Pastorin der reformierten Kirche Frankreichs.


11.40 Debatte

12.00 Vorstellung der Arbeitskreise am Samstagnachmittag

12.15 Mittagesen



Samstag nachmittag


6 Arbeitskreise
für Austausch und Dialog


Ausgehend von persönlichen Zeugnissen und konkreten Erfahrungen sowie der Analyse der Konflikte und Synergien, versuchen die Arbeitskreise aufzuzeigen, wie sich die Beziehungen zwischen Religionen und Gesellschaften entwickeln. Sie versuchen zu verstehen, wie die Glaubensgemeinschaften heute zur Vitalität und zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen können, ohne in ihr aufzugehen. Welches kann ihr Beitrag sein? Welchen Dienst können sie einer Gesellschaft, die Sinn und Orientierungsmaßstäbe sucht, leisten?

von 14.00 bis 17.30 nach Wahl

Die Arbeitskreise - für die jeweils ein Mitglied des Rates der Französischen Sozialwochen verantwortlich ist – werden an sechs verschiedenen Orten des Kongresszentrums durchgeführt und bestehen in ihrem Ablauf aus Vorträgen, Podien, Zeugnissen und – selbstverständlich – Diskussionen. Jeder Arbeitskreis kann « Pisten » für eine bessere Integration der Religionen in den öffentlichen Raum liefern. Die Ergebnisse werden am nächsten Tag im Zusammenhang mit der Botschaft der Französischen Sozialwochen an die Gesellschaft aufgegriffen.


            1- Die Religionen im öffentlichen Raum
            2- Die Religionen in den Medien und das Kulturschaffen
            3- Religion und staatsbürgerliche Erziehung und Bildung
            4- Religion und sozialer Zusammenhalt
            6- Die Religionen und die Stellung des Körpers


Samstagabend

18.30 - 19.30 Gestaltet von den verschiedenen Gemeinschaften, werden an
                       verschiedenen Orten der Stadt religiöse feiern angeboten.

20.30 - 22.30 Soiree "Junge Europäer"
Dieser gesellig-heitere Abend ist eintrittsfrei und findet in der Pfarrei Saint François Régis de Villeurbanne von Père Thierry Jacou statt (U-Bahnstation: Gratte Ciel).
 
Last update : 23/07/2008